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OSKKa Oldenburger Schul-Konzert-Kalender

WILLKOMMEN

bei der Bezirks-

AG Oldenburg -

Wilhelmshaven

- Syke…

im Verband Deutscher

Schulmusiker

Niedersachsen e. V.

www.oskka.de

FORTBILDUNGEN zum Zentralabitur - wieder „physisch“; INFO finden Sie hier (Stade und Papenburg, Hannover und Oldenburg waren schon. Es gibt aber noch eine ZUSATZVERANSTALTUNG IN OLDENBURG (weil die erste ausgebucht war). Mittwoch, 28. Oktober.
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Schulmusik-CORONA-Ticker

Katastrophenmeldung: Neuer Rahmenhygieneplan Version 3.2. - Das Ende der

Schulmusik?

"Rahmenhygieneplan Version 3.2": Dies ist eine Katastrophenmeldung. ALS VIDEOBOTSCHAFT AUF YOUTUBE Seit dem 22. Oktober gestern steht, wie vom KM angekündigt, ein neuer Rahmenhygieneplan des Kultusministeriums im Netz, „Version 3.2“. file:///C:/Users/PC/AppData/Local/Temp/2020-10-22_Rahmen-Hygieneplan_Corona_Schule_Vers3.2.pdf (Geht womöglich nicht als Direktlink, dann „Copy/Paste“; ich lade die Datei HIER hoch.) Das Wort Hiobsbotschaft wäre eine Untertreibung. Zum Musizieren, Seite 27: 18 Infektionsschutz beim Musizieren Die Regelungen der „Niedersächsischen Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen ge-gen die Ausbreitung des Corona- Virus SARS-CoV-2“ zur Durchführung von Gesangs- und Orchesteraufführungen ist zu beachten. Im Übrigen gilt Folgendes: Chorsingen oder dialogische Sprechübungen dürfen aufgrund des erhöhten Übertragungs- risikos durch vermehrte Tröpfchenfreisetzung und Aerosolbildung in Räumlichkeiten nicht stattfinden. Chorsingen unter freiem Himmel ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zulässig. Einzelunterricht Gesang darf nur unter Berücksichtigung der in der „Beurteilung der Anste-ckungsgefahr mit SARS-CoV-2-Viren beim Singen“ von 04.05.2020 genannten Empfehlungen zum Einzelunterricht Gesang (S. 5 - 6) erfolgen. https://audiologie-phoniatrie.charite.de/metas/suche/?q=corona&tx_charitefinder_search%5Bsubmit%5D Das Spielen von Blasinstrumenten darf in Räumlichkeiten nicht stattfinden. Vor allem der letzte Satz ist neu und hat Sprengkraft. Er bedeutet: das definitive Ende aller Bläserklassen das Ende aller Blasorchester das Ende aller Big Bands das Ende aller Klassenorchester in Musikzweigen das Ende aller Blockflötenaktivitäten das Ende aller gemischten, z. B. symphonischen Orchester. Ihr Lieben, ich habe all die Monate alle Daumenschrauben ohne Murren getragen, weil die Vorgaben sinnvoll und wichtig waren. Ich habe - "Stimme in Zeiten von Corona" und "Damit unsere Kinder wieder singen dürfen" fleißig mitgeholfen, den Sinn dieser Regeln zu erklären. Aber mir scheint heftig, diese apodiktischen Vorgaben sind nicht sinnvoll. Dies ist ein Aufschrei. Wie seht ihr das? Mein kompletter Brief zum Rahmenhygieneplan 3.2 HIER

Besorgte Anfragen

Liebe Gefährtinnen und Gefährten! Viele Anfragen wie die von Stefan Thews erreichen mich in diesen Tagen: „Viel mehr Sorgen - und deshalb schreibe ich Sie einfach mal als jemand an, der da evtl. mehr weiß oder mir mit einem Tipp weiterhelfen kann - ... Viel mehr Sorgen macht mir die zukünftige Arbeit mit dem Schulorchester, vor allem, wenn ich bedenke, dass dort nicht nur ein Jahrgang, sondern eben die Klassenstufen 8 - 13 vertreten sind. Wissen Sie evtl., wie das im nächsten Schuljahr mit der AG-Arbeit aussehen soll in Niedersachsen? In den letzten 10 Jahren ist es immer nur bergauf gegangen und ich habe von dem starken Steicherjahrgang (jetzt 13. Klasse und ein wenig auch jetzige 12. Klasse) sowie dem starken Bläserjahrgang (jetzt 11. Klasse) profitieren dürfen. Nachwuchs in den unteren Jahrgängen gibt es auch, aber nur sporadisch. Wenn nun im nächsten Jahr gar nichts mehr möglich wäre, könnte das gravierende Konsequenzen haben für die gesamte Zukunft der Orchesterarbeit an unserer Schule. Wie sieht es denn an Ihrer Schule aus? Und wissen Sie vielleicht schon, welche Lösungen andere Schulen sich vorstellen bei jahrgangsübergreifenden AGs?“ Höchste Zeit, denke ich, so etwas zu machen wie einen SCHULMUSIK-CORONA-TICKER mit dem halbwegs aktuellen Stand der Ansage. ALLERDINGS: Die Mails kommen gefühlt im Stundentakt herein (Schule, KM, Seminar, verschiedene Musikräte, Chorverbände…). Ich schaffe es nicht mal, die zu lesen, geschweige denn...

ANSAGE BEIDERWIEDEN 30. September

Es gibt in diesem Jahr einstweilen KEINE SCHULKONZERTE. Punkt.um. Auch keine Klausurprobenfahrten. Keine Diskussion. Orchester & Co.: Ihr habt zwei Möglichkeiten. ENTWEDER bleibt ihr innerhalb der Kohorte (in der Regel ein Jahrgang). Dann gelten die Kohorten-Regeln. Maskenpflicht entfällt im Prinzip. (Ich würde allerdings IMMER auf Maske drängen, sobald die Kinder im Raum unterwegs sind: Eben u. a. um dich selbst zu schützen, denn du kommst in alle Klassen. ODER ihr macht eine jahrgangsübergreifende Aktivität. Dann gilt: 1,5 m Abstand. Sowohl Bläser als auch Streicher. Den Abstand unbedingt auch wahren beim Rein- und Rausgehen und aller Bewegung im Raum, dabei außerdem Maske auf. Ob INNERHALB des Orchesters Spielerinnen und Spieler, die zur selben Kohorte gehören, getrennt sitzen müssen - oder Pultpartnerschaften usw. bilden dürfen: Darüber will vielleicht pragmatisch entschieden werden (ich habe in meinem Orchester zwei eineiige Zwillinge aus derselben Klasse in der Geige). Es braucht KEIN SPEZIELLES HYGIENEKONZEPT (!). Einfach diese Regeln einhalten. Viel höher sind die Hürden für das Chorsingen. Geht im geschlossenen Raum grundsätzlich nicht. Außer, es gibt ein wirklich sicheres Hygienekonzept. Das gilt übrigens auch für chorisches Sprechen (!) (Und da reicht es m. E. NICHT, einfach zu sagen: Wir erhöhen den Abstand auf zwei Meter. Beim Chorsingen, s. mein Beitrag in NoNo, ist das Aerosol-Problem, und dieses Risiko wird durch Abstand nicht die Spur verringert. Zu einem Hygienekonzept, das Infektionssicherheit gewährleistet, gehört nach meinem Verständnis eine professionelle außenluftgeführte Belüftungsanlage, wie man sie im Staatstheater hat.) (PS: Manche handhaben das anders und singen drauflos. Aber ich möchte nicht in der Haut des Schulleiters und der Schulmusikerin stecken, wenn plötzlich zehn Kinder aus dem Schulchor erkrankt sind. Das geht dann durch die Nachrichten der ganzen Republik - und bringt unser ganzes Fach an den Pranger. Hier gilt m. E.: Finger weg, wo das nicht gewährleistet ist.) Gewisse Ausnahmeregelungen gibt es für EINZELUNTERRICHT. Singen ist DRAUSSEN möglich, sofern der Sicherheitsabstand von 2 Metern eingehalten wird. (Also: Weit ausgestreckte Arme dürfen einander nicht berühren.) (Damit kann man wohl keinen Schulchor betreiben – oder vielleicht sogar doch? – aber es spricht nichts dagegen, reichlich DRAUSSEN ZU SINGEN. Machen wir bei unseren VDS-Fortbildungen auch, mache ich mit meinen Schülerinnen und Schülern auch, sowohl in 6 als auch in 12.) Es spricht übrigens nichts dagegen, auch im tiefsten Winter draußen reichlich zu singen. Ist sogar gesund!

Hygieneplan Niedersachsen vom 5. August 2020

Brief des Kultusministers zum Schuljahresbeginn: https://schulnetzmail.nibis.de/files/20022e84640b18c9865f2927aeda8013/2020-08- 27_Brief_an_Schulleitungen_und_Lehrkr_fte.pdf Niedersächsischer Rahmen-Hygieneplan Corona Schule, Stand 5. August: https://www.landesschulbehoerde- niedersachsen.de/themen/aktuell-coronavirus/checkliste-corona-hygiene/niedersaechsischer- rahmenhygieneplan-corona-schule.pdf Rahmenerlass des Landes Niedersachsen (auf den auch der Hygieneplan für Schulen, Abt. Musik Bezug nimmt: Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS- CoV-2 zur Durchführung von Gesangs-und Orchesteraufführungen. HIER Hier steht allerdings ganz klipp und klar: „Untersagt ist [in Schulen] die Durchführung von Gesangs-und Orchesteraufführungen.“ (§ 17 Abs.1 Satz 6) - Stellungnahme der CHARITÉ, 17. August: Spielbetrieb der Orchester. ACHTUNG: Der Link auf der KM-Seite „Hygieneplan“ funktioniert derzeit nicht. Die Datei ist HIER - oder hier: https://www.arbeitsschutz-schulen- nds.de/fileadmin/Dateien/Uebergreifende_Themen/Hygiene_Infektionsschutz/Dokumente/2020-08- 17_Charite_Stellungnahme_Spielbetrieb_Orchester_17-8-2020.pdf Wichtige Neuerung: Die Plexiglas-Pflicht entfällt! Chorverband Niedersachsen / Bremen Hygienekonzept*: Vielleicht hilfreich zur Orientierung - und um eigentes Hytienekonzept zu entwickeln. Zugesandt von Helge Adler. HIER

Mein Statement (Ralf Beiderwieden, Sprecher Bezirks-AG Oldenburg)

Liebe Gefährtinnen und Gefährten! Die Zeiten für Schulmusik im Moment sind einfach FURCHTBAR. Ich kann überaus gut verstehen, dass Sie alle darauf drängen, bald wieder Orchester, Bläserklassen, Chöre und all das in Gang bringen zu können. Es geht mir – und uns am Alten Gymnasium Oldenburg – ganz, ganz genauso. Im Moment liegt alles brach. Es ist allerdings so: Die lange Zeit mulmigen, letzthin wieder äußerst besorgniserregenden Infektionszahlen rücken eine Rückkehr zur „Normalität“ in immer weitere Ferne. Solange die Zahlen noch so schrecklich hoch sind (und derzeit steigen und steigen), sieht es für uns pechschwarz aus. Wir können aber nicht fordern: „KRIEGT ENDLICH DIE ZAHLEN IN DEN GRIFF!!“ – und gleichzeitig auf Lockerung drängen. Das passt nicht zusammen. Abgekürzt: Ich würde heftig darauf dringen, dass wir uns nicht an Lockerungs-Diskussionen beteiligen. (Dazu im letzten Heft mein Beitrag in Noten und Notizen, „Singstimme in Zeiten von Corona“ nebst dem politischen Statement „Damit unsere Kinder bals wieder singen dürfen“.) Gleichwohl sollten wir überlegen, was unter den gegenwärtigen Bedingungen und mit der gegenwärtigen Ansage möglich ist. Wenn Sie mir Textlein schicken, was IHR MODELL AN IHRER SCHULE ist, will ich das gern in einem Reader zusammenfassen und hochladen. Vielleicht ist das eine gute Orientierungshilfe. Vor allem aber muss die Anage heißen: RUNTER MIT DEN ZAHLEN! Damit unsere Kinder bald wieder singen dürfen. Ich lade noch einmal hoch, was ich zum Thema „SINGEN IN ZEITEN VON CORONA“ im letzten Noten-und-Notizen-Heft geschrieben habe: Auch die politische Dimension „DASS UNSERE KINDER BALD WIEDER SINGEN DÜRFEN“. HIER

Angepasste Lösungen („Appropriate solutions“)

ABER, so weiter meine Haltung: Innerhalb der geltenden Regeln gilt es, Konzepte zu entwickeln, die den Möglichkeiten und Erfordernissen der einzelnen Schule angepasst sind. Bsp.: Wir können derzeit keine Schulkonzerte planen. Wir können derzeit wohl nicht in geschlossenen Räumen singen. Aber wir können in unserer Schule, auf dem Schulgelände oder, wo die Bedingungen es zulassen, Orte draußen suchen, an denen gesungen werden kann. Damit kann man keinen Probenbetrieb betreiben, keine Aufführung vorbereiten. Aber man kann singen, wann immer es möglich ist. Und das ist besser als nichts. Also: Im Rahmen der Bestimmungen machen, was möglich ist.

REGIONALBEGEGNUNG SCHULMUSIK

in Zeiten von Corona

Für das neue Heft „Noten und Notizen“ habe ich herumgefragt - Wer macht trotz alledem etwas in der Schulmusik - in Zeiten von Corona? Ich war begeistert und verblüfft: Innerhalb von 16 Stunden hatte ich einen ganzen Sack voll Antworten und von Links. LMG (Lothar Meyer- Gymnasium Varel) - DOM Verden - Liebfrauenschule Oldenburg - Gymnasium Eversten Oldenburg - Altes Gymnasium Oldenburg. PS: Soeben erreicht mich noch ein Link aus der Bläserklasse des Herbart-Gymnasiums. Zusammengenommen ist das eine richtige kleine digitale REGIONALBEGEGNUNG SCHULEN MUSIZIEREN: Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben!

WIE DIE MUSIK ZUR SPRACHE WURDE

Fortbildungen Winterhalbjahr 2020

Zusammenwirken von Musik und Sprache in Renaissance und Barock

Die meisten Veranstaltungen sind durch - und haben Riesenspaß gemacht. Wir waren in Stade, in Hannover, in Oldenburg; zusätzlich - weil Oldenburg überbucht war - haben wir eine Veranstaltung in Papenburg gemacht. Nun wollen wir noch eine Zusatzveranstaltung in Oldenburg machen für die, die bisher leer ausgegangen sind (wenn nicht ein Corona-Missgeschick uns in die Quere kommt). Und nun: Lassen Sie uns an die Arbeit gehen! Bleiben Sie gesund! Ihr Ralf Beiderwieden
ANMELDUNG FORTBILDUNG ANMELDUNG FORTBILDUNG
Musizierende Masken. Walk‘n‘Art-Festival Oldenburg 2019. Foto: Knut Harms
FORTBILDUNG MUSIK & SPRACHE FORTBILDUNG MUSIK & SPRACHE FORTBILDUNG MUSIK UND SPRACHE FORTBILDUNG MUSIK UND SPRACHE
Alle mit Kopfhörer: Bandprojekt am Gymnasium Eversten Oldenburg
BRANDBRIEF zum Rhamenhygieneplan BRANDBRIEF zum Rhamenhygieneplan
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Katastrophenmeldung: Neuer

Rahmenhygieneplan Version 3.2. - Das Ende

der Schulmusik?

"Rahmenhygieneplan Version 3.2": Dies ist eine Katastrophenmeldung. ALS VIDEOBOTSCHAFT AUF YOUTUBE Seit dem 22. Oktober gestern steht, wie vom KM angekündigt, ein neuer Rahmenhygieneplan des Kultusministeriums im Netz, „Version 3.2“. file:///C:/Users/PC/AppData/Local/Temp/2020-10-22_Rahmen- Hygieneplan_Corona_Schule_Vers3.2.pdf (Geht womöglich nicht als Direktlink, dann „Copy/Paste“; ich lade die Datei HIER hoch.) Das Wort Hiobsbotschaft wäre eine Untertreibung. Zum Musizieren, Seite 27: 18 Infektionsschutz beim Musizieren Die Regelungen der „Niedersächsischen Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen ge-gen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2“ zur Durchführung von Gesangs- und Orchesteraufführungen ist zu beachten. Im Übrigen gilt Folgendes: Chorsingen oder dialogische Sprechübungen dürfen aufgrund des erhöhten Übertragungs- risikos durch vermehrte Tröpfchenfreisetzung und Aerosolbildung in Räumlichkeiten nicht stattfinden. Chorsingen unter freiem Himmel ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zulässig. Einzelunterricht Gesang darf nur unter Berücksichtigung der in der „Beurteilung der Anste-ckungsgefahr mit SARS-CoV-2-Viren beim Singen“ von 04.05.2020 genannten Empfehlungen zum Einzelunterricht Gesang (S. 5 - 6) erfolgen. https://audiologie- phoniatrie.charite.de/metas/suche/?q=corona&tx_charitefinder_search%5Bsub mit%5D Das Spielen von Blasinstrumenten darf in Räumlichkeiten nicht stattfinden. Vor allem der letzte Satz ist neu und hat Sprengkraft. Er bedeutet: das definitive Ende aller Bläserklassen das Ende aller Blasorchester das Ende aller Big Bands das Ende aller Klassenorchester in Musikzweigen das Ende aller Blockflötenaktivitäten das Ende aller gemischten, z. B. symphonischen Orchester. Ihr Lieben, ich habe all die Monate alle Daumenschrauben ohne Murren getragen, weil die Vorgaben sinnvoll und wichtig waren. Ich habe - "Stimme in Zeiten von Corona" und "Damit unsere Kinder wieder singen dürfen" fleißig mitgeholfen, den Sinn dieser Regeln zu erklären. Aber mir scheint heftig, diese apodiktischen Vorgaben sind nicht sinnvoll. Dies ist ein Aufschrei. Wie seht ihr das? Mein kompletter Brief zum Rahmenhygieneplan 3.2 HIER

Besorgte Anfragen

Liebe Gefährtinnen und Gefährten! Viele Anfragen wie die von Stefan Thews erreichen mich in diesen Tagen: „Viel mehr Sorgen - und deshalb schreibe ich Sie einfach mal als jemand an, der da evtl. mehr weiß oder mir mit einem Tipp weiterhelfen kann - ... Viel mehr Sorgen macht mir die zukünftige Arbeit mit dem Schulorchester, vor allem, wenn ich bedenke, dass dort nicht nur ein Jahrgang, sondern eben die Klassenstufen 8 - 13 vertreten sind. Wissen Sie evtl., wie das im nächsten Schuljahr mit der AG-Arbeit aussehen soll in Niedersachsen? In den letzten 10 Jahren ist es immer nur bergauf gegangen und ich habe von dem starken Steicherjahrgang (jetzt 13. Klasse und ein wenig auch jetzige 12. Klasse) sowie dem starken Bläserjahrgang (jetzt 11. Klasse) profitieren dürfen. Nachwuchs in den unteren Jahrgängen gibt es auch, aber nur sporadisch. Wenn nun im nächsten Jahr gar nichts mehr möglich wäre, könnte das gravierende Konsequenzen haben für die gesamte Zukunft der Orchesterarbeit an unserer Schule. Wie sieht es denn an Ihrer Schule aus? Und wissen Sie vielleicht schon, welche Lösungen andere Schulen sich vorstellen bei jahrgangsübergreifenden AGs?“ Höchste Zeit, denke ich, so etwas zu machen wie einen SCHULMUSIK-CORONA- TICKER mit dem halbwegs aktuellen Stand der Ansage. ALLERDINGS: Die Mails kommen gefühlt im Stundentakt herein (Schule, KM, Seminar, verschiedene Musikräte, Chorverbände…). Ich schaffe es nicht mal, die zu lesen, geschweige denn...

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Es gibt in diesem Jahr einstweilen KEINE SCHULKONZERTE. Punkt.um. Auch keine Klausurprobenfahrten. Keine Diskussion. Orchester & Co.: Ihr habt zwei Möglichkeiten. ENTWEDER bleibt ihr innerhalb der Kohorte (in der Regel ein Jahrgang). Dann gelten die Kohorten- Regeln. Maskenpflicht entfällt im Prinzip. (Ich würde allerdings IMMER auf Maske drängen, sobald die Kinder im Raum unterwegs sind: Eben u. a. um dich selbst zu schützen, denn du kommst in alle Klassen. ODER ihr macht eine jahrgangsübergreifende Aktivität. Dann gilt: 1,5 m Abstand. Sowohl Bläser als auch Streicher. Den Abstand unbedingt auch wahren beim Rein- und Rausgehen und aller Bewegung im Raum, dabei außerdem Maske auf. Ob INNERHALB des Orchesters Spielerinnen und Spieler, die zur selben Kohorte gehören, getrennt sitzen müssen - oder Pultpartnerschaften usw. bilden dürfen: Darüber will vielleicht pragmatisch entschieden werden (ich habe in meinem Orchester zwei eineiige Zwillinge aus derselben Klasse in der Geige). Es braucht KEIN SPEZIELLES HYGIENEKONZEPT (!). Einfach diese Regeln einhalten. Viel höher sind die Hürden für das Chorsingen. Geht im geschlossenen Raum grundsätzlich nicht. Außer, es gibt ein wirklich sicheres Hygienekonzept. Das gilt übrigens auch für chorisches Sprechen (!) (Und da reicht es m. E. NICHT, einfach zu sagen: Wir erhöhen den Abstand auf zwei Meter. Beim Chorsingen, s. mein Beitrag in NoNo, ist das Aerosol-Problem, und dieses Risiko wird durch Abstand nicht die Spur verringert. Zu einem Hygienekonzept, das Infektionssicherheit gewährleistet, gehört nach meinem Verständnis eine professionelle außenluftgeführte Belüftungsanlage, wie man sie im Staatstheater hat.) (PS: Manche handhaben das anders und singen drauflos. Aber ich möchte nicht in der Haut des Schulleiters und der Schulmusikerin stecken, wenn plötzlich zehn Kinder aus dem Schulchor erkrankt sind. Das geht dann durch die Nachrichten der ganzen Republik - und bringt unser ganzes Fach an den Pranger. Hier gilt m. E.: Finger weg, wo das nicht gewährleistet ist.) Gewisse Ausnahmeregelungen gibt es für EINZELUNTERRICHT. Singen ist DRAUSSEN möglich, sofern der Sicherheitsabstand von 2 Metern eingehalten wird. (Also: Weit ausgestreckte Arme dürfen einander nicht berühren.) (Damit kann man wohl keinen Schulchor betreiben – oder vielleicht sogar doch? – aber es spricht nichts dagegen, reichlich DRAUSSEN ZU SINGEN. Machen wir bei unseren VDS-Fortbildungen auch, mache ich mit meinen Schülerinnen und Schülern auch, sowohl in 6 als auch in 12.) Es spricht übrigens nichts dagegen, auch im tiefsten Winter draußen reichlich zu singen. Ist sogar gesund!

Hygieneplan Niedersachsen vom 5. August

2020

Brief des Kultusministers zum Schuljahresbeginn: https://schulnetzmail.nibis.de/files/20022e84640b18c9865f2927aeda8013/ 2020-08-27_Brief_an_Schulleitungen_und_Lehrkr_fte.pdf Niedersächsischer Rahmen-Hygieneplan Corona Schule, Stand 5. August: https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/themen/aktuell- coronavirus/checkliste-corona-hygiene/niedersaechsischer- rahmenhygieneplan-corona-schule.pdf Rahmenerlass des Landes Niedersachsen (auf den auch der Hygieneplan für Schulen, Abt. Musik Bezug nimmt: Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 zur Durchführung von Gesangs-und Orchesteraufführungen. HIER Hier steht allerdings ganz klipp und klar: „Untersagt ist [in Schulen] die Durchführung von Gesangs-und Orchesteraufführungen.“ (§ 17 Abs.1 Satz 6) - Stellungnahme der CHARITÉ, 17. August: Spielbetrieb der Orchester. ACHTUNG: Der Link auf der KM-Seite „Hygieneplan“ funktioniert derzeit nicht. Die Datei ist HIER - oder hier: https://www.arbeitsschutz-schulen- nds.de/fileadmin/Dateien/Uebergreifende_Themen/Hygiene_Infektionsschutz/ Dokumente/2020-08-17_Charite_Stellungnahme_Spielbetrieb_Orchester_17-8- 2020.pdf Wichtige Neuerung: Die Plexiglas-Pflicht entfällt! Chorverband Niedersachsen / Bremen Hygienekonzept*: Vielleicht hilfreich zur Orientierung - und um eigentes Hytienekonzept zu entwickeln. Zugesandt von Helge Adler. HIER

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Liebe Gefährtinnen und Gefährten! Die Zeiten für Schulmusik im Moment sind einfach FURCHTBAR. Ich kann überaus gut verstehen, dass Sie alle darauf drängen, bald wieder Orchester, Bläserklassen, Chöre und all das in Gang bringen zu können. Es geht mir – und uns am Alten Gymnasium Oldenburg – ganz, ganz genauso. Im Moment liegt alles brach. Es ist allerdings so: Die lange Zeit mulmigen, letzthin wieder äußerst besorgniserregenden Infektionszahlen rücken eine Rückkehr zur „Normalität“ in immer weitere Ferne. Solange die Zahlen noch so schrecklich hoch sind (und derzeit steigen und steigen), sieht es für uns pechschwarz aus. Wir können aber nicht fordern: „KRIEGT ENDLICH DIE ZAHLEN IN DEN GRIFF!!“ – und gleichzeitig auf Lockerung drängen. Das passt nicht zusammen. Abgekürzt: Ich würde heftig darauf dringen, dass wir uns nicht an Lockerungs-Diskussionen beteiligen. (Dazu im letzten Heft mein Beitrag in Noten und Notizen, „Singstimme in Zeiten von Corona“ nebst dem politischen Statement „Damit unsere Kinder bals wieder singen dürfen“.) Gleichwohl sollten wir überlegen, was unter den gegenwärtigen Bedingungen und mit der gegenwärtigen Ansage möglich ist. Wenn Sie mir Textlein schicken, was IHR MODELL AN IHRER SCHULE ist, will ich das gern in einem Reader zusammenfassen und hochladen. Vielleicht ist das eine gute Orientierungshilfe. Vor allem aber muss die Anage heißen: RUNTER MIT DEN ZAHLEN! Damit unsere Kinder bald wieder singen dürfen. Ich lade noch einmal hoch, was ich zum Thema „SINGEN IN ZEITEN VON CORONA“ im letzten Noten-und-Notizen-Heft geschrieben habe: Auch die politische Dimension „DASS UNSERE KINDER BALD WIEDER SINGEN DÜRFEN“. HIER

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solutions“)

ABER, so weiter meine Haltung: Innerhalb der geltenden Regeln gilt es, Konzepte zu entwickeln, die den Möglichkeiten und Erfordernissen der einzelnen Schule angepasst sind. Bsp.: Wir können derzeit keine Schulkonzerte planen. Wir können derzeit wohl nicht in geschlossenen Räumen singen. Aber wir können in unserer Schule, auf dem Schulgelände oder, wo die Bedingungen es zulassen, Orte draußen suchen, an denen gesungen werden kann. Damit kann man keinen Probenbetrieb betreiben, keine Aufführung vorbereiten. Aber man kann singen, wann immer es möglich ist. Und das ist besser als nichts. Also: Im Rahmen der Bestimmungen machen, was möglich ist.

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Die meisten Veranstaltungen sind durch - und haben Riesenspaß gemacht. Wir waren in Stade, in Hannover, in Oldenburg; zusätzlich - weil Oldenburg überbucht war - haben wir eine Veranstaltung in Papenburg gemacht. Nun wollen wir noch eine Zusatzveranstaltung in Oldenburg machen für die, die bisher leer ausgegangen sind (wenn nicht ein Corona-Missgeschick uns in die Quere kommt). Und nun: Lassen Sie uns an die Arbeit gehen! Bleiben Sie gesund! Ihr Ralf Beiderwieden
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